Vulkane legen die gesamte Infrastruktur der globalisierten Weltmächte lahm - dabei ist diese "Brennpunkt"*-werte Aschewolke noch nicht einmal die Spitze des feurigen Berges. Die Erde brodelt, Menschen und Tiere kriegen im Yellowstone heiße Füße und den Italienern könnte ein zweites, in seinen Ausmaßen noch verheerenderes Pompej bevorstehen, da der Mensch bekanntlich aus seinen Fehlern eben nicht lernt und auch weiterhin Vulkangebiete mit seiner Architektur bestzt, in der Gutgläubigkeit, dass sich die Geschichte sicher nicht wiederholen wrde. Ähä.
Und angesichts derartiger Zukunftsvisionen, die noch erschwerend zu politischem Klimawandel, dem Abschmelzen von Westerwelles Hirnkappen, Eisbärenschwinden und intellektueller Eiszeit hinzukommen, ist warscheinlich nur für Spiegel-Leser und andere pseudo-intellektuelle Jammerlappen verständlich wie einen kleine Aschewolke eines weit entfernten Vulkanes alle Medien von "Tigerenten-Clubheft" über "BamS" hin zu "Die Zeit", "3sat" und "Pro7" derart in Beschlag nehmen kann, nur weil Tom Cruise ausnahmsweise mal nicht zwecks "Scientology-Kegelturnier" mit seinem Privatjet CO2-Emissionen produzieren kann und sogar Frau Merkel endlich mal in den Genuß einer Bahn-Erlebnisreise kommt.
Welch Horror!
Jetzt muss man sich nur noch in Erinnerung rufen wie ein kollektiver Schrei durch Deutschland ging und fast eine Massenpanik ausgelöst wurde, als für wenige Stunden dereinst das T-mobile Netz ausfiel und SMS an Mami und Papi, sowie Videobotschaften vom Behind-the-Disco-Kotzen unmöglich wurden - und sich dann vorstellen, was geschähe, würden alle Netze mehrere Tage lang den Dienst versagen.
Die Katastrophe wäre vorporgrammiert: reihenweise würde Börsengänger Aktienein- und verkäufe verpassen, Teenager-Herden würden sich in einem Massen-Amoklauf gegenseitig mit ihren iPos erschlagen und einander zu McRibs verarbeiten, Mütter und Väter würden die Telefon-Leitungen der Notrufzentralen mit panischen Anrufen zum Glühen bringen...
"Kein Schwein ruft mich an" - der Albtraum des modernen Menschen, für ihn in seiner Abhängigkeit noch gravierender als jeder Vulkan, jedes idiotische Windows-Betriebssystem oder randalierende Griechen.
Doch der Absturz des World Wide Web wäre eindeutig der Super-GAU**, der Tod, das endgültige letale Trauma der Zivilisation, der Untergang der technisierten Welt.
Wo nun die neusten Nachrichten über "Germany's Next Topmodel" erhalten? Wie an unwichtige Informationen über die Diskografie einer uninteressanten Boygroup kommen? Und auf welche Weise mit Schulfreunden, mit denen man nie ein Wort gewechselt hat, in Kontakt bleiben?
Ohne Facebook, Myspace und die diversen VZs sind doch alle jungen Hippen, sowie die, die es gerne wären, plötzlich ihr gesamtes Wissen und vor allem ihre sozialen Kontakte los.
Statt Freundschaftsanfragen zu senden und sein sexuelles Interesse durch hirnrissige Neologismen wie "Gruscheln" zu zeigen, müsste man wieder an das "Real Life"-App anknüpfen und könnte vielleicht - eines Tages -, nach intensiven und Schulden aufwerfenden Therapiesitzungen im Kreise der AA*** - irgendwann wieder in der Lage sein, mit anderen Menschen nicht mehr in Form von Smilies und HTML-Codes zu sprechen.
Aber nur vielleicht.
Oh, "Kabuzi Sunflower Trschcczanlyznski" (49) aus Lissabon will mein Freund sein! [
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* Irrsinnig komischer Wortwitz. Bitte lachen.
** Nicht verwandt oder verschwägert mit Gröfatzens Leitersprossen.
*** Abartig Anglophile e.V.

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